Wer wir sind und was wir wollen

… Kommunistinnen und Kommunisten im Lebensabschnitt unseres Studiums und somit politisch an der Uni aktiv.

Wir engagieren uns im Allgemeinen für die Verankerung von fortschrittlichen und marxistischer Methodik auf den Universitäten und tun dies in den unterschiedlichsten Formen: KSVler und KSVlerinnen initiieren und beteiligen sich am Widerstand gegen die herrschende Bildungsdoktrin, organisieren Vorträge, Kultur- und diskussionsveranstaltungen, Lesekreise sowie Seminare zu unterschiedlichsten thematischen Schwerpunkten im Sinne einer umfassenden marxistisch-leninistischen Gesellschaftskritik. Der KSV partizipiert an den Wahlen zur gesetzlichen Studierendenvertretung im Bestreben, einer unipolitischen Öffentlichkeit eine Alternative zum herrschenden Bildungsmodell zu präsentieren und konkret an der Verbesserung der studentischen Arbeits- und vor allem auch Lebensbedingungen mitzuarbeiten.

… beständig widerständig.

Der KSV versteht die aktuellen Entwicklungen an den Universitäten als Teil einer umfassenden, gesamtgesellschaftlichen Strategie der herrschenden Klasse, wie sie die letzten Jahre geprägt hat: massiver Sozialabbau, Privatisierung und die Durchsetzung einer immer rigider der Kapitalreproduktion unterworfenen Politik in allen Bereichen.

Der KSV sieht es darum als zentral an, sich aktiv in universitären und außeruniversitären, in nationalen und internationalen Bündnissen gegen Bildungs- und Sozialabbau zu beteiligen, sich gegen alle Bemühungen, erkämpfte demokratische Rechte auszuhöhlen, zu stellen und gegen die Konstitution eines imperialistischen europäischen Machtblocks im Rahmen der EU und wie auch gegen die schon bestehenden imperialistischen Machtzentren auf jeder Ebene einzutreten. Unipolitisch steht der KSV damit mitten im Kampf gegen weitere Zugangsbeschränkungen, gegen den Umbau und damit die Ökonomisierung der Universitäten zu mehrstufig strukturierten Colleges, gegen jede Form von kostenpflichtigen Aufnahmeprüfungen, Selektionsverfahren und allen weiteren Eintrittshürden. Der KSV arbeitet an der steten Verbesserung der realen Lebenssituation der Studentinnen und Studenten und fordert

  • die ersatzlose Abschaffung der Studiengebühren,
  • die Ausweitung von bestehenden Stipendienprogrammen,
  • die Installierung umfassender Unterstützungsleistungen (in den Bereichen des öffentlichen Verkehrs, der Wohnungsangebote, etc.) von Seiten der öffentlichen Hand,
  • die Rücknahme des Universitätsgesetzes (UG 02)
  • die Abschaffung der Zugangsbeschränkungen und die Erhöhung der Budgets für die Unis.

KSVler und KSVlerinnen beteiligen sich an Aktionen gegen den Neofaschismus und allen in unserem Land verankerten rassistischen, sexistischen und generell anti-emanzipatorischen Strukturen, angefangen bei braunen Uniräten bis zu der sozialdemokratischen Asylgesetzgebung. Die Teilnahme an Aktionen und Diskussionen der kapitalismuskritischen Bewegung ist zentraler Bestandteil unseres tagespolitischen Kampfes für die Bewusstmachung der Widersprüche der kapitalistischen Ordnung und für die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaftsordnung. Wir begreifen uns als Teil der internationalen kommunistischen Bewegung.

… für den Frieden.

Die aktuelle Bedrohung der Welt durch Kriege und imperialistische Herrschaftsansprüche ist ein zentraler Bezugspunkt unserer Politik. Dabei geht es nicht nur um die Solidarität mit den von Krieg und Ausbeutung Betroffenen in allen Teilen der Welt, sondern auch um das Aufzeigen der Zusammenhänge weltpolitischer Entwicklungen mit Erscheinungen und Betroffenheiten in unserem eigenen Leben. Hier ist einer der Hauptschnittstellen zwischen unserer wissenschaftlichen Praxis und den Problemen der arbeitenden Bevölkerung in Österreich und vor allem weltweit, denn letztlich entspringen die Kriege gegen Jugoslawien, Afghanistan oder den Irak denselben Ursachen wie die alle gesellschaftlichen Bereiche umfassenden Privatisierungen und neoliberalen Diktate á la GATS/EU-Dienstleistungsrichtlinie: dem kapitalistischen Verwertungszusammenhang.

… kommunistisch.

Zwar können Ungerechtigkeiten innerhalb des Kapitalismus durch staatliche Maßnahmen graduell abgeschwächt werden. Kleine Reformen bedeuten am Ende Symptom- aber keine Ursachenbekämpfung. Spätestens nämlich, wenn es um die Frage des Privateigentums an Produktionsmitteln geht, sind die Spielräume bürgerlicher Politik ausgereizt. Wir Kommunisten und Kommunistinnen halten deshalb am Ziel einer klassenlosen Gesellschaft, die frei von Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ist, fest.

Wir wollen …

… Umverteilung von oben nach unten. Budgetpolitik ist Gesellschaftspolitik und nicht die technokratische Unterwerfung unter angebliche Sachzwänge. Forderungen nach “mehr Geld” – zum Beispiel für die Unis – können zwangsläufig die Frage nach dem “woher?” nicht unbeantwortet lassen. Eine tatsächliche Verbesserung der sozialen Situation der meisten in Österreich lebenden Menschen und der finanziellen Ausstattung öffentlicher Einrichtungen kann darum nur im gemeinsamen Kampf für eine radikale Umverteilung passieren. Ressourcen wären in einem der reichsten Länder der Welt ja mehr als genug vorhanden. Und die Superreichen haben ohnehin schon mehr als sie verdienen!

… keinen backlash.

Sozialabbau zum Wohle des Wirtschaftsstandortes geht Hand in Hand mit der Wiederbelebung eines konservativen Familienideals: “Frauen-zurück-an-den-Herd”. Wir kämpfen nicht nur für formale Rechts-, sondern für tatsächliche Verteilungsgleichheit, für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über ihre Körper, gegen patriarchale Gewalt und (Hetero-) Sexismus.

An den Universitäten setzen sich mit der Abschaffung jeglicher demokratischer Strukturen einmal mehr Männerbünde durch. Dagegen fordern wir den Ausbau der Frauenförderung und Geschlechterparität auf allen Ebenen, sowie die verpflichtende Verankerung von progressiver Frauenforschung in allen Studienplänen.

… emanzipatorische Wissenschaft durch und für alle.

Qualitätskriterium wissenschaftlicher Arbeit wird immer unmittelbarer die kapitalistische Verwertbarkeit. Zwar wird weiter hartnäckig auf die scheinbare Wertneutralität der Wissenschaft gepocht, doch die Herrschenden nehmen sich immer seltener ein Blatt vor den Mund: verwertbar, brauchbar, effektiv soll sie sein – die Wissenschaft.

Der KSV hat ein anderes Verständnis von Wissenschaft und Universität: Bildung soll und muss die Fähigkeit vermitteln, Zusammenhänge zu erkennen, Einsicht in die Beschaffenheit der Welt als Ganzes zu geben und den Einzelnen in die Lage zu versetzen, die richtigen Schlüsse daraus für seine gesellschaftliche Existenz/Praxis zu ziehen. Daher muss der Zugang zu und die Produktion von Wissenschaft ohne Einschränkung für alle möglich sein. Schrittweise kämpfen wir dafür schon jetzt, in der Überzeugung, dass eine volle Entfaltung des humanistischen Potentials der Wissenschaften erst im Sozialismus möglich sein wird.

Wir wollen …

… den Sozialismus mit jeder Faser unseres Körpers.

… Dich bei uns dabei haben!