Schwaches Engagement der ÖH Uni Graz

Seit 11.3.2020 sind die Hochschulen in der Steiermark wegen des Corona-Virus geschlossen. Lehrveranstaltungen, sowie auch Prüfungen finden Großteils online statt – entsprechend wenig wird der öffentliche Verkehr zur Uni genutzt. Kein Wunder also, dass viele Stimmen sich für die Retournierung des Toptickets ausgesprochen haben.

Und die Stimmen wurden gehört: allerdings auf eine mehr als nur lächerliche Weise. Nach angeblich wochenlangen Verhandlungen schlug das Vorsitzteam der ÖH Uni Graz (AG, GRAS, JUNOS) eine 10% Vergünstigung (also 15€) für den Erwerb des Toptickets im nächsten Wintersemester heraus. Was im ersten Moment vielleicht wie ein Erfolg wirken mag, kristallisiert sich im nächsten als Augenauswischerei heraus.


In Zeiten, die von einer derart hoher Arbeitslosigkeit (auch unter Studierenden) gezeichnet ist und in der Studiengebühren trotz der Umstände nicht rückerstattet werden, kann es von Seiten des Steirischen Verkehrsbund nicht zu viel verlangt sein den bereits ohnehin vollkommen überteuerten, bezahlten Betrag an die Studierenden zurückzuüberweisen oder, wie es in anderen Bundesländern möglich zu sein scheint, die Gültigkeit des Tickets zu verlängern.


Übrigens, als kleines Schmankerl, dass diese Frechheit noch unterstreicht: Bedenkt man nämlich den lächerlichen Fakt, dass das TOP TICKET nur bis zum 26. Lebensjahr erwerbbar ist und bestimmt viele in der Zeit bis zum Wintersemester diese Altersgrenze überschreiten, kommt man schnell zu dem Schluss, dass für diese Leute auch der versprochene Nachlass von 15 Euro ins Wasser fallen.
Alles in allem: Danke für nix.