„Unser Hauptziel ist die Ausweitung der direkten Mitbestimmung und der

universitären Demokratie. Wir leben im 21.Jahrhundert, aber wenn man sich
manche Strukturen anschaut, wähnt man sich im tiefsten Mittelalter. Es
braucht mehr demokratische Kontrolle in der Gesellschaft, auch an den
Universitäten.“

Konkret möchte der KSV die verpflichtende Abhaltung von
Studierendenversammlungen und regelmäßige Befragungen zu studienbezogenen
Themen einführen. Gerade in Wahlzeiten wird immer wieder versprochen:
„Wählt uns, wir machen alles besser!“ Die Realität sieht anders aus, und
gerade bei der ÖH, die keinerlei legislative Kompetenzen hat, ist der
Einfluss sehr gering. Der KSV ist der Ansicht, dass deshalb das
Hauptaugenmerk auf die Mobilisierung der Studierenden für ihre Interessen
liegen muss. Das soll schon im kleinen Bereich, in den Studienvertretungen
beginnen.

Anlehnend daran, spricht sich Wisiak für absolute Transparenz aus.
StudierendenvertreterInnen müssen den Studierenden rechenschaftspflichtig
sein und sie ständig in ihre Arbeit (zB. in Kommissionen, Senat)
einbinden. Dadurch wird nicht nur das Vertrauen und Verständnis gestärkt,
es kommen auch verstärkt Rückmeldungen in Form von Kritik und Vorschlägen,
die die weitere Arbeit verbessern helfen.
Der ÖH muss es zuerst gelingen, dass die Studierenden wieder Vertrauen in
sie gewinnen, dann kann sie auch große Projekte wie die komplette
Abschaffung der Studiengebühren, oder die Wiedereinführung der
StudentInnenfreifahrt in Angriff nehmen.

Die anstehende Abhaltung von E-Voting sieht Wisiak skeptisch: „Hier wird
mit einem äußerst fragwürdigen Instrument herumexperimentiert. Minister
Hahn sollte das aufgewendete Geld lieber den Universitäten zukommen
lassen.“

Ablehnend auch die Haltung gegenüber den geplanten Studieneingangsphasen.
„Das ist nur ein Versuch flächendeckend Zugangsbeschränkungen einzuführen.
Die Auslese nach einem oder zwei Semestern ist ungerecht und enthält auch
sozialen Sprengstoff. Die Lösung auf die Platzprobleme in einigen
Studienrichtungen ist die Ausweitung der Finanzierung, nicht die
Beschränkung der Plätze.“

Rückfragehinweis:
Sebastian Wisiak 0660 3492014