Menschen aller Altersstufen und Berufsrichtungen nahmen aus Moskau an der von der KPRF organisierten Veranstaltung teil, Vertreter von 83 kommunistischen und Arbeiterparteien der ganzen Welt, die an einem Kongress in Minsk teil genommen hatten, waren zur Demonstration gekommen, Führer der kommunistischen Bewegung aus 70 Staaten, mehr als 30 Abgeordnete des Europa-Parlaments und nationaler Parlamente sowie Vertreter von 14 Regierungsparteien marschierten in den ersten Reihen mit. Einige hundert italienische Kommunisten belebten die von roten Fahnen dominierte Demonstration durch Arbeiter- und Kampflieder, sie sangen „Bandiera Rossa“ aber auch „Kalinka“. Sie alle blieben den Ideen Lenins und der Oktoberrevolution treu.

Dieses Jahr hielt sich die Miliz zurück, weder wurden die Demonstranten von Hunden erschreckt noch mit Gewalt auf die Gehsteige gedrängt, wie das letztes Jahr der Fall war. Die Fernsehkanäle zeigten nur einige Sekunden lang und kommentarlos den machtvollen Aufmarsch, brachten jedoch Interviews mit aufgebrachten Kleinbürgern, die in ihren Limousinen an ihrer Weiterfahrt behindert wurden.

G. Sjuganow, Vorsitzender der KPRF, rief am Schluss seiner Ansprache alle russischen KommunistInnen auf, die letzten drei Wochen vor der Wahl zur Staatsduma (2. Dezember 2007) intensiv zu nützen, um die 500 KandidatInnen der KPRF bekannt zu machen, ihr Programm mit Hilfe der Zeitungen „Prawda“ und „Sowjetskaja Rossija“ zu verbreiten und so viele Menschen wie möglich zur Wahl der Liste 4 (KPRF) zu bewegen.

Außer in Moskau fanden auch in vielen anderen Städten Russlands Feiern zum 90. Jahrestag statt – von St. Petersburg bis Wladiwostok: u.a. in Birobidjan, Blagoweschtschensk, Irkutsk, Krasnodar, Nizhnij Nowgorod, Nowosibirsk, Rjazan, Samara, Saratow, Saransk, Tambow, Tomsk, in der Republik Komi.

Am 5. November luden kommunistische Abgeordnete der Staatsduma nach Gorki zu einer Veranstaltung anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Oktoberrevolution ein. Es wurde ein Dokumentarfilm über Lenin gezeigt. In Gorki lebte Lenin die letzten Jahre vor seinem Tod. Nach der Schließung des Lenin-Museums in Moskau wurden die Exponate und der Lenin-Fonds hierher gebracht. Der Abgeordnete Kaschin betonte in seiner Rede, dass in den letzten Jahren versucht wird, durch Lügen und Verleumdungen die Bedeutung der Oktoberrevolution herab zu mindern, ihre positiven Folgen für Russland zu verschweigen. Aber Menschen der ganzen Welt bleiben ihren Ideen weiterhin treu.

kominform.at, 8. November 2007

Leave a Reply