Allen Boykottaufrufen der von den USA ausgehaltenen „Dissidenten“ und „Oppositionellen“ zum Trotz haben sich 96 Prozent der fast 8,6 Millionen Wahlberechtigten an der Abstimmung beteiligt, bei der an diesem Sonntag in Cuba die Nationalversammlung und die Provinzparlamente gewählt wurden.

Das geht aus den vorläufigen Ergebnissen hervor, die am Montag von der Präsidentin der Nationalen Wahlkommission, María Esther Reus, bekanntgegeben wurden. 95,2 Prozent der abgegeben 8,23 Millionen Stimmen waren gültig. 91 Prozent stimmten im Block für alle Kandidatinnen und Kandidaten.

3,73 Prozent der Stimmzettel wurden leer abgegeben, 1,04 Prozent waren ungültig. Diese Zahlen sind vergleichbar mit früheren Wahlen auf der Insel, sagte Reus.

Die englische BBC kümmerte sich rührend um die „Oppositionellen“ und berichtete, dass sie zerstritten darüber waren, ob man mit „Nein“ stimmen, zur Nichtteilnahme aufrufen oder die Abstimmung einfach ignorieren solle. Bei der ersten Runde des Wahlprozesses – den Wahlen zu den Bezirksversammlungen – hatte sich ein Oppositioneller, Gerardo Sánchez, zur Wahl gestellt, konnte aber weniger als fünf Prozent der Stimmen seiner Nachbarinnen und Nachbarn auf sich vereinen.

RedGlobe, 22. Jänner 2008

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