Das bedeutet, dass rein rechnerisch jede Person 164.274 Euro besitzen würde (nach alter Rechnung also über 2 Millionen Schilling, womit jeder Österreicher, jede Österreicherin Millionär sein müsste)! Tatsächlich aber gehörten 944 Milliarden Euro (also 71 Prozent) des Geldvermögens den „Kapitalgesellschaften“ (also Wirtschaftsunternehmen, Banken, Versicherungen, Investmentfonds und Pensionskassen), nur 303,7 Milliarden (23 Prozent) gehörten privaten Haushalten (und privaten Organisationen „ohne Erwerbszweck“, also Privatpersonen, Gewerkschaften, Kirchen und Stiftungen) sowie 75,1 Milliarden Euro (6 Prozent) dem „Staat“ (womit alle Gebietskörperschaften, Sozialversicherungen und Kammern gemeint sind). Geldvermögen im Wert von 391,1 Milliarden Euro in Österreich waren in ausländischem Eigentum.

Wenn man sich die Entwicklung der Geldvermögen über die letzten Jahre ansieht, dann zeigt sich folgendes Bild: Von 1996 bis 2003 ist das Geldvermögen um 60 Prozent (497 Milliarden Euro) gewachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 8.6 Prozent entspricht. Dabei sind die Geldvermögen der Wirtschaft überdurchschnittlich stark gestiegen (+14,7 Prozent pro Jahr), während die Geldvermögen der Privaten nur um 5 Prozent pro Jahr gestiegen sind.

Bemerkenswert ist außerdem, dass der Anteil von Wirtschaft und Finanzwirtschaft am gesamten Geldvermögen in den letzten Jahren zugenommen hat (plus 4,1 Prozent), während der Anteil der Privaten zurückgegangen ist, und das im etwa selben Ausmaß (minus 4,2 Prozent). Die Geldvermögen in Österreich, die sich in ausländischem Besitz befinden, konnten auch kräftige Zuwächse verzeichnen, von 1999 bis 2003 wuchsen sie um 127,1 Milliarden Euro oder 48,2 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Zunahme um 12,1 Prozent. Von solchen Zuwächsen kann das Bruttoinlandsprodukt oder der Lohnzettel des Arbeitnehmers wohl nur träumen.

von www.umverteilen.at

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