Als heute Morgen das Online-Prüfungsanmeldesystem der Grazer Meduni versagte, pilgerten hunderte Studierende zur Abteilung für Studienorganisation (A-StO) der Universität, um die Anmeldungen für das kommende Studienjahr hinter sich zu bringen. Bei allen war dieselbe Fehlermeldung, dass sie die Aufnahmekriterien nicht erfüllten, erschienen. Als Sofortreaktion der A-StO wurde die Anmeldung manuell durchgeführt. Dass dieses Vorgehen jene diskriminiert, die nicht in Graz wohnhaft sind, fiel den Verantwortlichen erst nach sage und schreibe dreieinhalb Stunden ein. Das Verfahren wurde eingestellt und sämtliche Anmeldungen annulliert. Grund für Ärger bei denen, die sich stundenlang angestellt haben.

„Bei allen ist die selbe Fehlermeldung aufgetreten, es scheint so, als wäre das Verfahren nicht einmal ausgetestet worden“, ärgert sich Sebastian Wisiak, Studienvertreter für Medizin. „Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass Probleme mit der Abteilung für Studienorganisation auftreten, hier gehört endlich einmal Ordnung geschaffen!“, sagt er in Richtung Vizerektor Reibnegger, dem die Abteilung untersteht.

Das weitere Vorgehen zeugt auch von mangelnder Professionalität. Auf der Homepage der Abteilung erscheint ein lapidarer Kommentar, dass das Problem behoben werden würde. Es findet sich kein Hinweis auf ein Datum, an dem die Anmeldung fortgesetzt wird. „Wie sollen sich die Studierenden auf die Situation einstellen, wenn sie kein Datum genannt bekommen?“ fragt Wisiak, der festhält, dass dadurch all jene, die nicht den ganzen Tag vor dem Internet warten können, wiederum diskriminiert werden.

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