In der Landtagssitzung am 28. Oktober 2008 wird sich die KPÖ in einem Antrag für Verbesserungen für Studierende beim Steirischen Verkehrsverbund einsetzen. Derzeit ist die Steiermark österreichweit Schlusslicht bei der ermäßigten Nutzung des ÖPNV für Studierende. Die Regierungsvorlage zur Verlängerung der Studierendenkarte schreibt das bestehende ungünstige Förderungsmodell für 50.000 steirische Studierende linear für die kommenden drei Jahre fort – für diese Dauer wird der Vertrag abgeschlossen.

Konkret müssten drei Maßnahmen umgesetzt werden:

1. Entkoppelung von Familienbeihilfe und Studienkarte: Dem jüngsten Bericht zur sozialen Lage der Studierenden ist zu entnehmen, dass mit 58,4 % nur etwas mehr als die Hälfte der Studierenden Familienbeihilfe bezieht. Allein aus diesem Grund wird der Großteil durch die geltende Regelung vom Bezug der vergünstigten Studienkarte ausgeschlossen.

2. Preisgestaltung bei Semestertickets an andere Universitätsstandorte anpassen: Im Vergleich mit den anderen Universitätsstandorten liegt der Steirische Verkehrsverbund und insbesondere die Kernzone Graz (Zone 101), was die Preise angeht, im absoluten Spitzenfeld. Während eine Studienkarte für eine Zone während eines Semesters € 125,5 kostet, bieten die Studienstandorte Wien und Linz die vergleichbare Leistung um € 50,5 bzw. € 50.

3. Ermäßigte Stundenkarten für Studierende: Auch Studierende sollen berechtigt sein, gegen Vorlage eines gültigen Studierendenausweises eine ermäßigte Stundenkarte zu beziehen. Die Alternative Öffentlicher Verkehr ist in Anbetracht der extrem hohen Preise für Einzelfahrten (der Steirische Verkehrsverbund liegt hier sogar über dem Preisniveau der Wiener Linien) für Studierende schwer leistbar. Es wäre daher sinnvoll, Studierende ebenso wie PensionistInnen für den Bezug von ermäßigten Einzelfahrscheinen zu berechtigen.

KPÖ-LAbg. Werner Murgg: „Studierende sind im Regelfall auf die Unterstützung durch die Eltern oder staatliche Beihilfen angewiesen. Eine Ausweitung des Modells der SchülerInnen- und Lehrlingsfreifahrt auf Studierende ist dringend geboten. Die KPÖ möchte eine deutliche Reduktion des bisherigen Preises der Studienkarte auf 50 % des Preises einer regulären Halbjahreskarte erreichen.“

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