„Die Bachelor/Master-Umstellung in der Medizin ist ein Wahnsinn“, so der Studienvertreter für Medizin Sebastian Wisiak in Richtung Vizerektor Reibnegger. Ein Bachelor in Medizin hätte am Arbeitsmarkt keinerlei Jobaussichten, eine weitere Nivellierung des Ausbildungsniveaus nach unten droht.

Der Vizerektor für Studium und Lehre an der Meduni Graz (MUG) hat im Interview mit einer Online-Zeitung einer Umstellung des Medizinstudiums auf das Bachelor/Master-System viel Positives abgewinnen können. Er spricht unter anderem von „ganz neuen, aufregenden Studienangeboten“, in den ersten beiden Jahren will er den Kleingruppenunterricht abschaffen.

„Ein Medizinbachelor ist in der Patientenversorgung nicht einsetzbar, es ist unglaublich, dass sich der Vizerektor für diese Regelung stark macht“, so Wisiak weiter. „Warum jemand wie Prof. Reibnegger, der selbst nie ein Medizinstudium absolviert hat, zu wissen glaubt, wie man alles besser machen könnte, ist mir ein Rätsel. Es wäre das Beste für alle Beteiligten, wenn er von seiner Funktion zurücktritt.“

Reibnegger nahm laut Wisiak immer schon eine Vorreiterrolle ein, wenn es um Verschlechterungen für Studierende ging. Schon Jahre vor ihrer Einführung für Zugangsbeschränkungen hat er sich für sie ausgesprochen und sich lange gegen eine Abschaffung der Warteliste an der MUG gewehrt.

Wisiak wiederholt seine Forderung von Jänner 2008, Reibnegger als Vizerektor für Studium und Lehre durch einen Mediziner oder eine Medizinerin abzulösen. „Wer selbst ein Medizinstudium durchlaufen hat, kennt einfach die Anforderungen an die Studierenden und deren Bedürfnisse besser. Prof. Reibnegger wäre als Vizerektor für Forschung bestens geeignet, die Lehre sollte er jemandem vom Fach überlassen.“

Rückfragehinweis:
Sebastian Wisiak: 0660 34 92 014