Prof. Smolle ist der neue Rektor. Der Bestellungsvorgang ist äußerst fragwürdig und sei deshalb hier kurz umrissen: Das ganze Verfahren rund um die Rektorsbestellung hat sich schon seit dem Sommer gezogen, ich möchte aus Platzgründen hier nicht mehr näher darauf eingehen. Prof. Reisinger, der in allen drei Senatsvorschlägen der Erstgereihte war, wurde danach auch zum Rektor gewählt, den Dienstvertrag wollte er bis zum kompletten Abschluss der Verhandlungen nicht unterzeichnen. Von seinem Rektoratsvorschlag wurde die Hälfte genehmigt (darunter Prof. Reibnegger), die Hälfte abgelehnt. Anfang Februar wurde dem designierten Rektor ein Ultimatum seitens des Unirates gestellt, das eine Frist von einer Woche vorsah. Als keine Reaktion darauf kam, entschied der Unirat Reisinger abzusetzen und Prof. Smolle als neuen Rektor einzusetzen, der sogleich den Dienstvertrag unterzeichnete, womit die Entscheidung als endgültig zu werten war. Kurz darauf meldete sich ein fassungsloser Prof. Reisinger wieder, der nach eigenen Angaben dem Unirat bereits vor vielen Monaten mitgeteilt habe, dass er in den ersten beiden Februarwochen nicht erreichbar sein werde. Er kündigte an eine Klage in Erwägung zu ziehen, die bislang nicht erfolgt ist. Ich möchte in dem Zusammenhang auch auf zwei Presseaussendungen hinweisen, die zu Prof. Smolles Rektorbestellung ausgesendet wurden. Die eine stammt von meiner Wenigkeit, die andere ist vom ÖH-Vorsitz.

KSR/NBI

Eigentlich hätte dieses Mal der Vorschlag zur KSR-Neugestaltung von Prof. Egger präsentiert werden sollen, der aber nicht fristgerecht fertig gestellt wurde. Es wurde weder KSR, noch NBI diskutiert.

Studium und Arbeit

Die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Teilzeitstudium auseinandersetzen soll hat nach dem Abgang von Prof. Smolle keinen Leiter und wird deshalb in nächster Zeit auch nicht arbeiten!

Lehrzielkatalog

Prof. Haas hat angekündigt einen Lehrzielkatalog nach Schweizer Vorbild einführen zu wollen, der nur auf unsere Bedürfnisse angepasst werden müsse. Diese Ankündigung hat es schon vor Monaten gegeben, aber passiert ist noch nichts.

Sonstiges

1) 4.Semester: Laut Prof. Haas hat die Pathologie einiges an Stoff aus dem 4. Semester herausgenommen, weil gewährleistet wird, dass dieser in späteren Semestern ausreichend unterrichtet wird. Das Institut für Pathologie möchte die freigewordenen Kapazitäten in eine Reihe von freien Wahlfächern investieren.

2) Module parallel abhalten: Im zwischen ÖH und Reibnegger ausgehandelten Übereinkommen wird das parallele Absolvieren von SSMs erlaubt, ebenso jenes von Pflichtmodulen und SSMs. Im Fall von zwei Pflichtmodulen wird dies aber untersagt, und zwar auch für jene, die bislang unter die fünf-Prozent-Regelung gefallen sind.

3) 6.Jahr: Die Vizestudienrektorin Prof. Lang-Loidolt hat in der Sitzung angesprochen, dass der Druck auf das Studienrektorat von Studierenden, die einen Teil des sechsten Jahres außerhalb der Meduni-Graz absolvieren wollen, immer größer wird. Derzeit seien es 8-10 Personen, die das sechste Jahr im Ausland ablegen, aber die Anfragen werden immer mehr. Es gibt zwar Personen an der Uni, die daran interessiert sind, dass die Studierenden hier bleiben (Stichwort „hochqualifizierte Gratis-Arbeitskräfte“), sie haben aber in der Studienkommission zumindest derzeit keine Mehrheit.

4) Progress-Test-Medizin (PTM): Ihr habt bestimmt die Email erhalten in der ihr von der Universität aufgefordert werdet an dem PTM teilzunehmen, wo ihr auch damit gelockt werdet, dass zehn Prozent der Teilnehmenden die Studiengebühren gewinnen. Der PTM wurde erstmals in Maastricht eingeführt und diente dort der Selbstüberprüfung der Studierenden. Man hat vier Stunden Zeit um eine Reihe von multiple-choice Fragen zu beantworten, die sich aus allen Fächergruppen des Medizinstudiums zusammensetzen. Die Studierenden aus allen Semestern durchlaufen den selben Test und können so, neben ihren Schwächen und ihrem Wissenstand im Vergleich zu den anderen in ihrem Jahrgang, ihren individuellen Fortschritt (Progress) ermitteln. In unserem Fall dient er zur Überprüfung des Studienplans, indem er mit den Ergebnissen anderer Universitäten verglichen wird. Das ist für die Qualitätssicherung der Uni sehr wichtig, darum auch das „Lockangebot“. Geplant ist, dass in naher Zukunft alle Studierenden am PTM teilnehmen sollen, was über das derzeitige Verfahren für die Uni aber ziemlich teuer werden würde. Der Beschluss der diesbezüglich in der Studienkommission gefasst wurde ist meines Erachtens aber überaus lächerlich und bezeichnend für das Gremium: „Die zweimalige Teilnahme am PTM ist verpflichtend(!), eine Nicht-Teilnahme hat aber keinerlei(!) Konsequenzen.“ Ob man so etwas beschließt oder nicht, ist an und für sich vollkommen gleichgültig. Dass man aber fast eine Stunde lang diskutiert, um zu einem solchen Ergebnis zu kommen, ist meiner Ansicht nach nicht nur traurig, sondern angesichts vieler offener Probleme fahrlässig.

5) Diplomarbeit: Es wurde beschlossen, dass die Diplomarbeit öffentlich präsentiert werden muss. Das kann entweder im Rahmen einer Lehrveranstaltung, oder in einer öffentlich zugänglichen universitären Veranstaltung geschehen. Es wurde ausdrücklich festgehalten, dass es dadurch zu keinen Wartezeiten kommen darf. Die Präsentation fließt NICHT in die Note der Diplomarbeit ein, sollte aber vor deren Abschluss stattfinden, weil man dadurch eventuell wichtigen Input bekommen kann.

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