Von Andreas Nitsche

Das Wintersemest er 06/07 war ein durchaus ereignisreiches für den KSV-Graz. Gestartet wurde das neue Semester mit einem gemütlichen Fest im „Exil“, dem das Erscheinen der rotcrowd Nummer 8 folgte. Am 14. Dezember lud der KSV-Graz zum Vortrag „Der Edelmarder im Hühnerstall. Oder wie Herr Brecht Österreicher wurde“ von Kurt Palm. An diesem Abend las Palm aus seinem Buch „Brecht im Koff erraum. Aufsätze, Anekdoten, Abschweifungen“, referierte über die beispiellose Hetzkampagne gegen den weltberühmten Dramatiker Bertolt Brecht, nachdem diesem die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen worden war, beleuchtete die Hintergründe dieser Affäre und zeigte die Mechanismen jener Koalition von regierungstreuen Medien, konservativen Politikern und willfährigen Theaterleuten auf.

Am 11. Jänner veranstalteten wir gemeinsam mit dem KPÖ-Steiermark-Bildungsverein und der Alfred Klahr-Gesellschaft eine Debatte zum Th ema „Austromarxismus: Gestern und heute“, mit Univ. Prof. Dr. Hans Hautmann (Linz), Univ. Prof. Dr. Werner Sauer (Graz) und Franz Parteder (Vorsitzender der KPÖ-Steiermark) als Diskussionsleiter, die auch in einer Broschüre publiziert wurde.

An der MedUni hat der KSV bewiesen, dass er als einzige Fraktion sich konsequent für die Interessen der Studierenden einsetzt. Die Protestbewegung, die den Fall der Warteliste zur Folge hatte, wurde von Sebastian Wisiak (KSV), dem Vorsitzenden der Studienvertretung, hundertprozentig unterstützt und in schwierigen Fragen geleitet. Nicht zuletzt war auch die Bereitstellung diverser Protestmaterialien dem KSV zu verdanken.

“Wir haben gezeigt, dass wir uns nicht nur um die kleinen Probleme kümmern”, meint Wisiak, “Nur wenn die Studierenden vereint für ihre Interessen eintreten, können sie diese auch durchsetzen. Unsere Aufgabe ist daher ihre Vernetzung so gut wie möglich voranzutreiben.”

Mitte Jänner machten die Grazer StudentInnen mit einer Demo auf sich aufmerksam, die Wellen bis auf die Titelseite (!!!) der nicht gerade klassenkämpferischen Tageszeitung „Krone“ geschlagen hat. So marschierten am 17.1.2007 über 4500 Studierende lautstark von der Karl-Franzens-Universität Richtung Hauptplatz, um ihren Unmut über die skandalösen Lügen der SPÖ und die Beibehaltung der unsozialen Studiengebühren kund zu tun.

Auch wurde die Forderung nach einem Boykott der Studiengebühren laut, und in Form von Flugzetteln des KSV den Massen der Studierenden näher gebracht. Besonders erfreulich ist, dass alle ÖHs der Grazer Unis sich voll und ganz hinter den Studiengebührenboykott stellen, der vom KSV 2001 aufs Tapet gebracht und von der Bundesvertretung der ÖH im Dezember 2006 einhellig beschlossen worden ist. Hierbei gilt es, durch gute Mobilisierung, die Studierenden nicht nur zur Beteiligung am Boykott, sondern auch zur aktiven Teilnahme an der Kampagne zu bewegen.

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