Presseaussendung vom 11. 5. 2007

Wien. An der Uni Wien treten zu den diesjährigen ÖH-Wahlen zwei Listen an, die sich bei näherem Hinsehen als Tarn-Listen entpuppen: „Basisgruppen / Institutsgruppen“ und „KSV-LILI“.

Mitglieder des Österreichischen Cartellverbands (ÖCV) reichten vergangene Woche an der Uni Wien eine Kandidatur mit der Listenbezeichnung „Basisgruppen/Institutsgruppen“ ein. Die Bagrus/IGs sind als fraktionsunabhängige, linke Gruppen vor allem auf Institutsebene aktiv. Durch die Verwendung dieses lang etablierten Namens versuchen nun Mitglieder des ÖCV die WählerInnen zu täuschen und so linken Fraktionen auf unredliche Weise Stimmen „abzugraben“. „Eine derartige Vorgehensweise ist natürlich aufs Schärfste zu verurteilen“, so Julia Wagentristl, Spitzenkandidatin des Kommunistischen StudentInnenverbandes (KSV) an der Uni Wien, „ÖH-Wahlen werden durch solche Tarn-Listen ad absurdum geführt, weil nicht mehr erkennbar ist, wer eigentlich hinter einer kandidierenden Liste steht.“

Als blanke Ironie erweist sich bei genauerem Hinsehen jedoch die Verurteilung der Vorgehensweise des CV an der Uni Wien durch die wahlwerbende Gruppe „KSV-LILI“. Diese steht nämlich in ihrer Handlungsweise auf einer Linie mit dem CV: Eine kleine Gruppe, die sich im Sommer 2006 neu gegründet hat und von Teilen der KPÖ finanziert wird, tritt bei den diesjährigen ÖH-Wahlen an der Universität Wien als „Kommunistischer StudentInnenverband – Linke Liste“ zur ÖH-Wahl an. Das ist genau die Listen-Bezeichnung, unter der der seit den 70er-Jahren bestehende Kommunistische StudentInnenverband (KSV) seit Jahrzehnten an Österreichs Unis zu den ÖH-Wahlen antritt. Das hat zum Ziel diesen – dem KPÖ-Bundesvorstand lästigen, weil konsequent kritischen – StudentInnenverband zu schwächen. „Die Vorgehensweise ist also exakt dieselbe, ein bereits eingeführter, traditionsreicher Name wird gestohlen und die WählerInnen werden verwirrt und getäuscht, indem vorgegaukelt wird, es handle sich um eine Kandidatur des tatsächlichen KSV. Zusätzlich sind sich die KandidatInnen dieser Tarn-Liste nicht zu blöd, nun genau das am CV zu verurteilen, was sie selbst ebenso machen“, so Julia Wagentristl verärgert.

„KSV-LILI“ steht bei den diesjährigen ÖH-Wahlen an der Universität Wien also einzig und allein für Tarnen und Täuschen! Der KSV kandidiert an der Universität Wien deshalb unter der Listenbezeichnung „Kommunistische Jugend Österreich – StudentInnen“, mit der Kurzbezeichnung „KJÖ“. „Was ich mir wirklich von ganzem Herzen wünsche“, so Julia Wagentristl abschließend, „ist, dass alle Wählerinnen und Wähler, die aus ihrer politischen Überzeugung heraus den Kommunistischen StudentInnenverband (KSV) wählen wollen, bei der ÖH-Wahl an der Uni Wien ihr Kreuzerl bei „KJÖ“ machen und nicht auf das Täuschmanöver des KPÖ-Anhängsels „KSV-LILI“, uns unseren Namen an der Uni Wien zu stehlen, reinfallen. An der Uni Wien KJÖ ankreuzen heißt den Kommunistischen StudentInnenverband wählen!“

Der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) tritt österreichweit an insgesamt elf Universitäten an: Uni Wien, TU Wien, WU Wien, Boku Wien, Med Uni Wien, KF-Uni Graz, Med Uni Graz, TU Graz, Uni Salzburg, Uni Linz, Uni Klagenfurt.
Für die Uni Wien gilt: KJÖ-StudentInnen wählen!

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